Grußwort des Präsidenten
Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
mit ausdrücklicher Freude darf ich Sie herzlich zur Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie vom 5.–8. Mai 2027 nach Dresden einladen.
Unser Fachgebiet vereint in einzigartiger Weise die gesamte Kopf-Hals-Chirurgie mit den zentralen Sinnesfunktionen des Menschen – Hören, Gleichgewicht, Riechen und Schmecken. Kaum ein anderes medizinisches Fach ist in seiner Breite so umfassend aufgestellt und verbindet konservativ sowie operativ tätige Ärztinnen und Ärzte in einem gemeinsamen wissenschaftlichen und klinischen Austausch.
Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Kopf-Hals-Chirurgie hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende wissenschaftliche und technologische Entwicklung erlebt. Fortschritte in der Medizintechnik und der personalisierten Medizin eröffnen uns heute diagnostische und therapeutische Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren. Diagnostische Verfahren und Therapien werden zunehmend präziser, individueller und schonender für unsere Patientinnen und Patienten.
Beispielhaft stehen hierfür hochauflösende bildgebende Verfahren, moderne molekulare Diagnostik und Therapieansätze, bildgestützte mikroskopische und endoskopische Operationsverfahren sowie robotik- und assistenzsystemgestützte Chirurgie. Gerade in der Onkochirurgie und onkologischen Tumortherapie erleben wir derzeit einen tiefgreifenden Wandel: multimodale Behandlungskonzepte, personalisierte Therapieentscheidungen, molekular stratifizierte Therapien sowie moderne Induktions- und Immuntherapien eröffnen neue Perspektiven für Funktionserhalt und Überleben unserer Patientinnen und Patienten.
Ebenso haben genetische Diagnostik und Therapie sowie innovative immunologische Verfahren eine neue Entwicklungsstufe in unserem Fachgebiet erreicht. Die enge Verzahnung von Chirurgie, Strahlentherapie, medikamentöser Tumortherapie und translationaler Forschung macht unser Fach heute dynamischer und interdisziplinärer denn je.
Die Geschwindigkeit dieser Entwicklungen ist enorm. Umso wichtiger ist der persönliche wissenschaftliche Austausch, das gemeinsame Lernen und die Diskussion neuer Erkenntnisse. Bereits heute lade ich Sie deshalb herzlich ein, die neuesten Entwicklungen unseres Fachgebietes im Rahmen der Jahresversammlung 2027 unmittelbar kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren.
Ganz besonders freue ich mich darüber, dass unser Kongress nun bereits zum zweiten Mal in meiner Heimatstadt Dresden stattfinden wird. Gemeinsam mit meinem Ärzteteam sowie der Kongressorganisation Conventus dürfen wir Gastgeber dieser bedeutenden Veranstaltung sein.
Seien Sie herzlich willkommen in der zweitschönsten Stadt Deutschlands – wobei wir Dresdner natürlich überzeugt sind, dass über den ersten Platz noch diskutiert werden darf. Freuen Sie sich auf eine Stadt mit großer wissenschaftlicher Tradition, beeindruckender Kultur, herzlicher Gastfreundschaft und inspirierender Atmosphäre.
Ich freue mich darauf, Sie 2027 in Dresden persönlich begrüßen zu dürfen.
Mit herzlichen Grüßen
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Zahnert
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie
Grußwort des Ministerpräsidenten
des Freistaates Sachsen

Herzlich willkommen im Freistaat Sachsen!
1931 war der Jahreskongress der DGHNO zum ersten Mal hier zu Gast. Das ist ein Zeichen dafür, dass man in Sachsen schon damals in Forschung und Versorgung exzellente Arbeit geleistet hat, die weit über die Grenzen des Freistaats hinaus Anerkennung fand.
Inzwischen dürfen wir den Jahreskongress zum sechsten Mal bei uns im Freistaat begrüßen. Und Sie, sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dürfen sich auf vier Tage intensiven Austauschs inmitten unserer wunderbaren Landeshauptstadt Dresden freuen.
Zu besprechen gibt es genug, schließlich ist der Fortschritt in Ihrem Fachgebiet gewaltig. Man muss nicht vom Fach sein, um das zu bemerken. Ich begegne heute viel öfter als noch vor zehn oder zwanzig Jahren hörgeschädigten Menschen, die dank eines Cochlea-Implantats enorm an Lebensqualität gewonnen haben. Dabei hat nicht zuletzt die Spitzenforschung und Top-Gesundheitsversorgung unserer Dresdner Universitätsklinik eine Rolle gespielt.
Die Lebensqualität durch modernste Diagnostik, Therapie und Rehabilitation zu verbessern ist auch das Anliegen der sächsischen und deutschen Gesundheitspolitik. Gleichzeitig soll dieser Fortschritt für die Solidargemeinschaft und die Steuerzahler bezahlbar bleiben. Darum geht es bei den bereits beschlossenen und noch anstehenden Gesundheitsreformen.
Der Freistaat Sachsen leistet einen großen Beitrag. Wir wollen mithilfe des Transformationsfonds von Bund und Ländern bis 2035 zusätzlich fast 2,4 Mrd. Euro in die Modernisierung und Transformation unserer sächsischen Krankenhäuser investieren. Wir sichern damit eine sehr gut ausgebaute, leistungsfähige und qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung ab.
Wo es solche strategische Planung gibt, haben Spitzenmedizin und eine exzellente Versorgung in der Fläche eine gute Grundlage. Ebenso wichtig für weitere Verbesserungen ist der fachliche Austausch, wie Sie ihn mit Ihrem Kongress pflegen. Ich wünsche eine gute Zeit in Dresden und grüße Sie mit einem herzlichen Glückauf!
Michael Kretschmer